Ein Highlight zum Vergessen

Eintrag vom 06.07.2017

Nach meinem Erfolg in Budapest reiste ich voller Erwartungen zum Jahreshighlight der DTM an den Norisring. Trotz des schwierigen Stadtkurses kam ich im ersten Training gut zurecht und fand mich schnell ganz vorn wieder. Doch dann kam alles anders als erwartet und ein ereignisreiches Wochenende nahm seinen Lauf.

Dass nach meinem wohl besten Rennwochenende das schlimmste folgen sollte, hätte keiner ahnen können. Nach einer guten Leistung am Freitag konnte ich mich im Samstagstraining als bester Audi-Pilot platzieren und startete zuversichtlich ins Qualifying.

Auch da war meine Pace richtig gut und ich habe mich im Fahrzeug äußerst wohl gefühlt. Nach einer super Rundenzeit verpasste ich die Pole-Position nur denkbar knapp (um 0,005 Sekunden!) und ging vom zweiten Startplatz ins Rennen.

Kurz vor dem Rennstart begann es plötzlich zu regnen, so stark, dass ich die Strecke an manchen Stellen nur schwierig erkennen konnte. Mein großes Problem war, dass ich im neuen RS 5 DTM zuvor noch keine Kilometer im Regen fahren konnte und nun vor einer völlig neuen Situation stand.

Der Norisring besitzt einen ganz eigenen Charakter, doch bei Regen wird er besonders speziell. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich zurechtzufinden und wechselte beim Abtrocknen der Strecke direkt auf Slicks.

Ich kam als Vierter in die Box und hätte diese Position auch halten können, wäre mir nicht dieser eine folgenschwere Fehler passiert. Beim Verlassen der Boxengasse fuhr ich viel zu früh nach links und zog über die gelbe Boxenlinie, welche Strecke und Ausfahrt trennt. Normalerweise brauche ich keine Erinnerung und achte selbstverständlich auf die Linie.

Doch durch die nasse Fahrbahn und die sich spiegelnde Sonne war meine Sicht getrübt und ich habe die Boxenlinie vermutlich nicht ganz wahrgenommen. Hinzu kam, dass der rechte Fahrbahnrand noch sehr nass war und wohl instinktiv dem stehenden Wasser ausweichen wollte. Diese Verkettung unglücklicher Umstände sorgte für den Fehler, der zur Strafe führte. Am Ende schaffte ich es nur als zwölfter ins Ziel und ich verlor wertvolle Punkte.

Am Sonntag ging es ähnlich kompliziert weiter. Ein Fehler im Qualifying kostete mich anderthalb Zehntelsekunden auf meiner schnellsten Runde und somit die Chance auf die Pole-Position. Das Feld war so dicht beisammen wie noch nie in diesem Jahr. Mit meiner besten gewerteten Zeit war ich nur 1,6 Zehntelsekunden langsamer als der Schnellste und dennoch reichte es zur zu Startplatz zehn.

Den krönenden Abschluss dieses Wochenendes bildete das zweite Rennen. Nach einem guten Start ging es mit jeder Minute bergab. Nach dem Start wurde ich immer wieder eingekesselt, oft touchiert und konnte mich nicht wirklich freifahren.

Nach dem Boxenstopp folgte eine Kollision in Kurve vier, als mich ein anderes Fahrzeug hart in der linken Seite erwischte und meinen Audi stark in Mitleidenschaft zog. Nach diesem Unfall habe ich mich verleiten lassen und ließ Robert Wickens in Kurve 1 zu wenig Platz. Dadurch gerieten wir aneinander, worauf er mich hinten rechts erwischte und mich direkt in die Wand schickte.

Die Rennleitung sprach mir eine Verwarnung aus und letztendlich musste ich mein Rennen aufgrund der zahlreichen Beschädigungen vorzeitig beenden. Das war wirklich ein Wochenende zum Vergessen. Ich habe nicht nur zwei Spitzenpositionen verpasst, sondern auch noch die Tabellenführung verloren. Doch in Moskau wird alles besser, da bin ich mir sicher.

Euer René

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