Abu Dhabi 01/11/2009
SIEG UND VIZEMEISTERSCHAFT FÜR RENÉ RAST IM PREMIERENRENNEN
René Rast gewinnt Abu Dhabi Premiere. Bleekemolen wird Meister

Am Wochenende fanden auf der gigantischen neuen Rennstrecke in Abu Dhabi die beiden Finalläufe zum Porsche Supercup im Rahmen des Formel 1 Saisonfinales statt.

Im Zeittraining hatte sich der Titelverteidiger Bleekemolen mit der Polezeit die nötigen Zusatzpunkte und damit vorzeitig die Meisterschaft gesichert. Der 23-jährige VELTINS MRS Pilot landete im Qualifying auf P4 und P2. "Ich gratuliere Jeroem zur Meisterschaft, werde aber versuchen aus meinen Startpositionen die Rennen zu gewinnen. Leider habe ich im Zeittraining mit dem Set Up etwas daneben gelegen, aber zum Rennen sollte es trotzdem funktionieren", beschrieb der Steyerberger seine Ausgangsposition vor dem 1. Lauf am Samstag mittag.

Der Start zum ersten Rennen entwickelte sich zunächst dramatisch, denn schon nach wenigen Metern krachte ein Porsche in die Streckenbegrenzung und das Safety Car bremste das Feld ein. René Rast lag zu diesem Zeitpunkt an P4.

Nach dem Re-Start setzten sich zunächst die Konrad Piloten Bleekemolen und Tandy vom Feld ab. René Rast konnte am Gaststarter Balzan vorbei auf P3 die Verfolgung aufnehmen und innerhalb der nächsten Runden aufschließen und zunächst Tandy und dann Eingang der Start/ Zielgeraden auch den Führenden Bleekemolen überholen.

"Mein Porsche war heute einfach sehr gut abgestimmt, ich hätte noch mal so lange mit den Reifen zusammenfahren können", beschrieb der VW Junior sein Rennen, dass er nach 14 Runden mit über 6 Sekunden Vorsprung gewann. "Rast kannst Du hinterherschauen aber nicht hinterherfahren", zollte der Zweitplatzierte Nick Tandy dem Sieger nach dem Rennen Respekt.

Für René Rast war dieses Rennen nicht nur der Premierensieg in Abu Dhabi sondern zugleich sein 100. Autorennen in seiner noch jungen Karriere. Von diesen 100 Rennen in diversen Rennserien gewann der 23-jährige bisher 16 Rennen, startete 19 mal von der Pole und stand am Ende 33 mal auf dem Podium.

Spannender als der eindrucksvolle Sieg im ersten Rennen sollte der Ausgang des zweiten Rennens werden. Von Beginn an setzten sich der von der Poleposition gestartete Bleekemolen und René Rast vom Feld ab. Nur anfänglich konnte der zweimalige Titelträger Westbrook noch folgen. "Ich hatte anfänglich Probleme mit meiner Bremse, an die ich mich aber im Verlauf des Rennens gewöhnen konnte. So hätte ich zur Rennhälfte schneller als Jeroem fahren können, der fuhr aber ein fehlerfreies Rennen und gab mir keine Chance zum Überholen."

Erst in der letzten Runde kam Rast's finaler Angriff. " Es war hart aber nicht unfair...", schilderte Bleekemolen anschließend seinen Eindruck vom Überholmanöver. "Ich war mit meinem Fahrzeug schon in der Lücke drin und es war ausreichend Platz um innen durchzukommen, bevor Jeroem einlenkte und so die Gasse zumachte. Wir berührten uns kurz, aber ohne Absicht, ganz im Gegenteil, ich hatte in der Vorbereitung meines Angriffes im Geschlängel immer darauf geachtet Jeroem nicht zu berühren", beschrieb René Rast das entscheidende Überholmanöver was ihm zunächst den Rennsieg brachte.

"Auf dem Weg zur Siegerehrung wurden wir beide dann von der Rennleitung befragt und daraufhin wurde entschieden, dass ich eine Strafe von einer Sekunde erhalten sollte und somit das gewonnene Rennen auf P2 beende."

Kurioserweise wurde auf der Siegerehrung zwar die niederländische Flagge für den Sieger gehisst, dazu erklang aber die deutsche Nationalhymne. Vielleicht ein Kompromiss für beide Fahrer, die die Saison 2009 im Porsche Supercup bestimmt haben.

"Ich hatte in dieser Saison drei technische Ausfälle und bin nach meinem Antriebswellenschaden im 1. Saisonrennen in Bahrain immer dem Vorsprung hinterhergefahren, während Jeroem in jedem Rennen auf dem Podest stand. Mit drei Ausfällen kannst Du eine solche Meisterschaft aber nicht mehr gewinnen, von daher ist Jeroem mit seiner Kostanz und das Team Konrad verdient Meister. Ich kann auf meinen Erfolgen aufbauen und dann schauen wir mal, was 2010 passieren wird", blickt der VELTINS MRS Pilot zufrieden zurück und mit Zuversicht in die Zukunft.



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